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Mit Battlefield: Bad Company wagt sich Entwickler DICE auf ungewohntes Terrain und versucht, erstmals eine humorvolle Fortsetzung der Battlefield Serie auf die Konsolen loszulassen. Dabei bedient man sich eines Szenarios, welches auch schon im Film „Three Kings“ benutzt wurde. Dieser müsste jedoch in „Four Kings“ umbenannt werden, um dem ersten Battlefield Ableger mit einer echten Story und seinen vier unfreiwilligen Kameraden gerecht zu werden. Goldrausch im 21. Jahrhundert Das Team in welchem man sich zu Beginn von Bad Company wiederfindet, besteht aus vier Kameraden wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Als erstes ist da Sergeant Redford zu nennen, der die Befehlsgewalt über das kleine Squad besitzt und auf eigenen Wunsch in die B-Company versetzt wurde, um in drei Tagen endlich nach Hause zu dürfen, damit er seinen verdienten Angelurlaub antreten kann. Der Nächste wäre dann Terence Sweetwater, der niemals seinen Mund still halten kann und in die B-Company versetzt wurde, weil er versehentlich einen Virus in ein Militärnetzwerk eingeschleust hat. Der Dritte im Bunde ist Haggard, welcher jegliche Art von gigantischen Explosionen liebt und genau aus diesem Grund auch der Sprengstoffexperte im Team ist. Zuletzt gibt es noch Preston Marlowe, der gerade neu in das kleine Team versetzt wurde und ab sofort nur noch auf die Controllereingaben des Spielers horcht. Schon nach der Ankunft wird Preston von den Anderen als Greenhorn getauft und muss sich nun in der Truppe durch sein Können auf dem Schlachtfeld beweisen. Genügend Möglichkeiten sich zu beweisen, gibt es allemal, denn sollte es irgendwo einmal brenzlig werden, wird Preston stets von seinen Teamkollegen vor geschickt, um die Lage zu überprüfen und eventuell als Kanonenfutter zu dienen. Der Spieler ist also das gesamte Spiel über für die Drecksarbeit zuständig und muss Aufgaben wie z.B. das Sprengen eines bestimmten Zieles oder das Steuern von Fahrzeugen übernehmen, während es sich die Kameraden auf der Ladefläche des fahrenden Trucks oder im sicheren Innenraum eines APCs gemütlich machen. Leider ist der Spieler wirklich dazu da, um die Drecksarbeit zu erledigen, denn die KI-Kollegen wollen sich kaum am Kampf gegen die russische Infanterie beteiligen. Oftmals steht man ganz alleine vor gut verbarrikadierten russischen Gegnern und tastet sich Stück für Stück weiter hinter die Frontlinien, um einen nach dem anderen auszuschalten und das Team nachrücken zu lassen. Ein wenig mehr Unterstützung hätte es hier und da doch sein dürfen.
[G2:34341][G2:34338][G2:34335] Zu Beginn der Kampagne wird das kleine Squad auf der Ladefläche eines LKWs in das nächste Einsatzgebiet transportiert. Wie es der Zufall so will, wird der Konvoi von Artilleriefeuer angegriffen und auch der eigene LKW wird dabei zerstört. Die Wucht des Aufpralls lässt Preston für einen kurzen Moment wegtreten und er findet sich in einem kleinen Schlammloch wieder, während der Rest der skurrilen Truppe Wetten abschließt, ob er noch am leben ist. Um aus dem Schlammloch herauszukommen, muss man die Anweisungen des Sergeants befolgen und bekommt durch kleine Texte in der Bildschirmmitte die Steuerung näher gebracht. Neben den für Ego-Shooter üblichen Fähigkeiten wie anvisieren, schießen usw. kann der Spieler auch springen oder sich ducken, um entsprechende Hindernisse zu überwinden. Leider gibt es keine Möglichkeit um sich hinzulegen und so muss man unter Beschuss eine entsprechend hohe Deckung suchen, um nicht getroffen zu werden. Damit Preston geheilt werden kann, wird eine Spritze benötigt, welche immer greifbar an der Uniform hängt. Benutzt man diese rammt sich Preston eine dicke Nadel mitten in den Bauch und erstrahlt so mit neuer Lebensenergie. Nach der kurzen Einführung darf man selbst Hand an das Steuer eines APCs legen, um das Team zum frisch erteilten Auftrag zu kutschieren. Schon nach kurzer Spielzeit in der Kampagne wird klar worum es den vier Kameraden im Spiel eigentlich geht. Bei einem erledigtem Gegner finden sie einen Goldbarren welcher als Bezahlung für den angeheuerten Söldner diente. Ab jetzt hat ein Großteil des Teams nur noch eines im Sinn: Gold! Am Anfang einer jeden neuen Mission wird im Ladebildschirm angezeigt, wieviele Goldschätze es zu finden gilt. Fortan heißt es also neben dem Erledigen der aufgetragenen Befehle auch noch die hinterbliebenen Schätze der gefallenen Gegner und dem eigentlichen Hauptgewinn hinterherzujagen. Alle zu erledigenden Aufgaben werden von einer netten und äußerst charmanten Damenstimme per Funk an das gesamte Team übermittelt. Jeder Einsatz ist mit einem bestimmten Codewort benannt, welches nur Sergeant Redford kennt. Die genaue Einsatzbesprechung mit Einzelheiten zum aktuellen Kampfeinsatz bekommt man nun von seinem Anführer in einer kurzen Ingame-Sequenz mitgeteilt, damit es kurz darauf heißt: „Sachen packen und los gehts!“.
[G2:34329][G2:34326][G2:34323] Die Karten auf denen die Aufgaben erfüllt werden müssen, sind riesig und so ist es einem völlig freigestellt, wie man den nächsten Einsatz angeht. Eine rote Umrandung auf der Minikarte am linken unteren Bildschirmrand zeigt an, wo das Kampfgebiet aufhört und man sich besser auf den Rückweg machen sollte, um nicht vom feindlichen Artilleriefeuer zerfetzt zu werden. Die einzelnen Ziele werden ebenfalls auf der Minikarte, jedoch als rote Dreiecke angezeigt. Wird direkt in die Richtung eines solchen Einsatzzieles geschaut, zeigt sich als zusätzliche Information die noch zu überwältigende Entfernung in Metern, um eine genaue Einschätzung zu erhalten, wo sich das nächste Ziel befindet. Auf dem Weg dort hin gerät das Team das ein oder andere Mal in einen Hinterhalt oder eine abgesperrte Straße und muss sich den Weg erst einmal frei kämpfen. Durch diverse Zwischenspeicherungen muss nicht immer wieder am Anfang einer Mission angefangen werden und bereits erledigte Gegner erscheinen nicht, wie in anderen Spielen üblich, erneut auf der Karte. Dies ist sehr gut gelöst, denn so wird auch ein schwieriger Abschnitt zu einer lösbaren Aufgabe, da jeder Gegner einzeln vorgenommen werden kann und ein Ableben eigentlich keine größeren Auswirkungen auf den Spielverlauf hat. Auch bereits abgeschlossene einzelne Einsatzziele müssen nicht noch einmal erledigt werden. Für das eigene Waffenarsenal ist ausreichend gesorgt und jeder eliminierte Kontrahent, der das Schlachtfeld säumt, kann seines Schießeisens beraubt werden. Es kann immer nur eine Primärwaffe sowie ein Utensil getragen werden. Wird Munitionsnachschub benötigt, so kann eine auf der Minikarte eingezeichnete Munitionskiste aufgesucht werden, an der nur nahe genug gestanden werden muss, damit sich Preston freizügig mit Munition versorgt.
[G2:34320][G2:34302][G2:34299] Der schöne Haggard... Der Sprengstoffexperte Haggard, welcher sich für besonders attraktiv hält, ist zumindest im Spiel recht hübsch anzusehen. Die Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail modelliert und können mit passender Gesichtsmimik durchaus überzeugen. Auch die Umgebung und vor allem die riesigen Karten wissen wie sie den Spieler in ihren Bann ziehen, denn in der Kampagne wird die Karte nach jedem erfolgreichem Einsatz um ein weiteres großes Areal erweitert. Doch neben der hübschen Grafik gibt es in Bad Company noch mehr zu tun. So lässt sich jedes Gebäude fast bis auf die Grundmauern zersprengen. Wenn also einmal kein Eingang gefunden werden kann, ist der sorglose Einsatz einer Granate oder Panzerfaust die nächstbeste Möglichkeit, um sich ein Durchgang in das Objekt der Begierde zu schaffen. Dies sieht nicht nur fulminant aus, nein, es ist sogar praktisch. Denn oftmals verstecken sich auch besonders Gegner in Gebäuden hinter Fenstern, die nur schwer zu erledigen sind. Wird nun allerdings ein Loch in die Wand gesprengt, so steht der Widersacher kurzfristig ohne Deckung da und dürfte ziemlich doof dreinschauen. Die neue Frostbite Engine, welche diese kleinen nützlichen Spielereien möglich macht, leistet durchweg gute Arbeit. Die totale Zerstörung eines Gebäudes ist jedoch auch mit dieser Engine nicht möglich. Zu viel für die Ohren... Mit Soundeffekten wurde in Bad Company bei Leibe nicht gegeizt. So wurden vermehrte Widerhall-Effekte eingesetzt, um ein realistisches Geräusch in Räumen zu erzeugen, welches vor allem bei Gewehrsalven zur Geltung kommt. Der Eine oder Andere mag dies aber durchaus als störend empfinden, da an jeder Ecke irgendetwas explodiert oder Kugeln des gegnerischen Feuers einschlagen. Dennoch hören sich besonders die Explosionen einfach bombastisch an und machen eine Menge Spaß. Ein Loch in die nächstbeste Wand zu schießen kann schon eine wahre grafische, sowie soundtechnische Freude sein.
[G2:34296][G2:34290][G2:34287] Einzel-Mehrspielermodus? Bad Company dürfte für viele Mehrspielerfans auf den ersten Blick enttäuschend wirken, da es mit nur einem einzigen Modus für den Mehrspielerpart ausgeliefert wird. Gleich zu Anfang sei aber gesagt, dass durch ein kostenloses Update ein weiterer Modus namens Conquest hinzukommen wird. Der bereits zur Veröffentlichung des Spiels vorhandene Modus nennt sich „Gold Rush“, bei dem bis zu 24 Spieler Battlefield-typisch von einer Basis zur nächsten rennen, um diese zu erobern. Anders als bei den bisherigen bekannten Battlefield-Serien, wird bei Bad Company allerdings nicht um Fahnen gekämpft, sondern um kleine Kisten, welche prall gefüllt mit Gold sind. Die beiden Teams haben dabei die Aufgabe, die Goldkisten zu beschützen oder selbige durch Anbringen einer Sprengladung zu zerstören. Die Verteidiger sind dabei in Besitz einer Basis, in welcher genau zwei der begehrten Goldkisten an unterschiedlichen Positionen aufgestellt sind. Diese beiden Kisten müssen von den Angreifern durch das Anbringen einer Sprengladung an jeder einzelnen Kiste gesprengt werden, um die gesamte Basis zu zerstören. Eine Basis gilt dann als zerstört, wenn beide Kisten gesprengt wurden. Ist dieses Ziel von den Angreifern erfüllt worden, erweitert sich, wie in den Einzelspielermissionen, die Karte um einen weiteren Bereich mit einer neuen Basis für die Verteidiger in welcher wiederum zwei neue Goldkisten deponiert sind. Die Angreifer gewinnen durch das Zerstören aller auf der Karte befindlichen Basen der Verteidiger, welche selber gewinnen können, in dem sie die Leben der Angreifer zum Nullpunkt bringen. Die Leben der Angreifer werden am oberen Rand des Bildschirms angezeigt und können nur durch das Zerstören von weiteren Goldkisten zum Teil wieder aufgeladen werde. Damit nicht zu viel Zeit durch das Hin- und Her-Rennen beansprucht wird, können wie schon in anderen Teilen der Serie verschiedenste Fahrzeuge benutzt werden, welche nicht nur eine Person befördern können. Zum Fuhrpark gehören unter anderem Jeeps, Panzer und sogar Boote, welche absolut frei genutzt werden können. Auch sind überall auf der Karte stationäre Geschütze aufgestellt, damit die feindlichen Truppen so lange wie nur möglich vom begehrten Gold ferngehalten werden können. So entstehen spannende Kämpfe, die sich immer wieder an einem Punkt konzentrieren, da sich die beiden Teams nur um eine der vielen Basen zur Zeit streiten können. Heiße Mehrspielergefechte sind also garantiert.
[G2:34284][G2:34281][G2:34275] Auf den insgesamt acht Karten, welche jeweils in einem anderen Szenario spielen, können die fünf unterschiedlichen Klassen, welche von Sturmsoldaten über Aufklärer bis hin zu Versorgungssoldaten reichen. Jede dieser Klassen ist mit einem unterschiedlichen Waffenarsenal ausgestattet und besitzt besondere Fähigkeiten die, welche richtig eingesetzt, ungemein effektiv sein können. So kann der Versorgungssoldat seinen Kameraden neue Energie durch das Verteilen von Medipacks spendieren. Jede Klasse kann durch freischaltbare Waffen, welche durch das Spielen im Mehrspielermodus erworben werden, weiter verbessert werden.
[G2:34272][G2:34269][G2:34266] Fazit Bad Company weiß durch einen aufgeweckten Humor für diverse breite Grinser zu sorgen. Der Einzelspielermodus, welcher bis zu 10 Stunden Spielspaß bieten soll, wird so gut wie nie langweilig. Einzig und allein die Trägheit der KI-Kollegen könnte manchmal für Frustmomente sorgen, da man größtenteils auf sich allein gestellt ist und bleibt. Wenn DICE und EA das versprochene Update bald nachreichen und den Mehrspielermodus um wichtige Features, sowie einen ganzen neuen Spielmodus verbessern, könnte aus Bad Company ein richtig guter Online-Shooter werden. Zurzeit wird die Möglichkeit mit seinen eigenen Freunden zu spielen allerdings kläglich vermisst und richtiger Spaß kommt bei Taktikshootern erst auf, wenn adäquat im Team zusammen gespielt werden kann. |
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