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Sonic Unleashed - Review

Verfasst von Blackwolf am 05.03.2009 - 23:17.

Sega arbeitete ca. 2 Jahre an dem Spiel, welches sie selbst gerne, als die große Rückkehr des Sonic-Franchise sehen würden, wohlgemerkt nach all den Fehlschlägen der 3D-Sonicspiele, die seit Jahren in absoluter Mittelmäßigkeit schwimmen. Sinn dieser ganzen Arbeit war, den Spieler sagen zu hören "Das ist Sonic!". Und ist dieses Spiel wirklich Sonic?
Das ist auf seltsame Art und Weise sehr fraglich, denn die Entwickler haben sich entschieden mehr als die Hälfte des Spiels nicht dem Hedgehog zu widmen, sondern dem Werehog.
 Sonic verwandelt sich nach einer kurzen Einführung des Nachts genau in dieses Wesen und büßt seine Geschwindigkeit ein, um dafür dann mit dehnbaren Armen Horden von Bösewichtern zu verdreschen. Wie also glaubten die Entwickler ein 100% Sonicspiel zu machen, wenn die Fans gerade einmal 40% Sonic bekommen? Das Rätsel bleibt aber hintergründig, stellt sich doch viel eher die Frage: Ist das Spiel gut oder schlecht? Kann es das Franchise „Sonic“ zu neuem Leben erwecken?
Das gilt im folgenden Review zu klären.

Sonic ist zurück und besucht die Wii zum zweiten Mal. Ob sein Auftritt geglückt ist?

Der Weltenretter in Turnschuhen
Natürlich ist Eggman wieder an allem Schuld. Was dem einen sein Bowser, ist dem anderen sein Eggman. Zwar geht es um keine Entführung einer Prinzessin aber es geht um die Herrschaft der Welt, um einmal „Egg-Land“, der heimliche Traum des verrückten Wissenschaftlers, wahr werden zu lassen. Wieder erfindet der Tunichtgut irgendwelche Maschinen und Roboter und entüftelt diesmal einen Plan, um mit der Macht der Chaos Emeralds die Erde in Stücke zu spalten. Damit wird auch gleich die böse Lebensform "Dark Gaya" etwas unsanft aus dem Schlaf gerissen. Diese nicht unbedingt liebenswürdige Gestalt macht sich nun ein wenig ungehalten daran die Welt zu vernichten. Und wer kann es davon wohl abhalten? Natürlich nur Sonic the Heghehog.
Zugegeben: Wirklich Sinn ergibt das ganze bei näherer Betrachtung nicht, trotzdem wird alles glaubhaft und ungemein spannend in Szene gesetzt. Sega ließ sich nicht Lumpen die Zwischensequenzen blockbusterreif zu inszenieren. Gerade das Ende erzeugt einen so dichten, atmospäherischen Höhepunkt, den man in beispielsweise Mario-Titeln vergeblich sucht. Allein der letzte Kampf ist eine Glanzleistung aus großartigen, bewegten Bildern, schneller, starker Musik und epischer Atmosphäre.
 
Sonic selbst fügt die nun zerbröselte Welt wieder zusammen, indem er sie durch die Kraft der Chaos Emeralds die Kontinente wieder an ihre rechte Stelle bringt. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn durch Eggmans hinterhältigen Plan wurde die Kraft der magischen Klunker verbraucht und sind nun nicht mehr als schwarze Steinchen. Da müssen nun die auf der Erde verteilten Gaya-Tempel als überdimensionale Akku-Ladestadion für die Chaos Emeralds herhalten.
Doch der kleine Igel schlägt sich selbst mit einem wahrhaft haarigen Problem herum, denn durch die Macht von Dark Gaya getroffen, wird er nun Nachts zum Werehog, einem Wolfsigel.
Im gleichen Zuge findet er auch gleich einen neuen Sidekick des Sonic-Franchise. Ein kleines, felliges Tierchen mit Feenflügeln, was ein wenig aussieht wie ein schräge Mischung aus Hund und Eichhörnchen. Das klingt vielleicht nun ein wenig albern, aber... das ist es auch.
Doch rechtfertigen kann er sich selbst nicht, denn dummerweise hat das fliegende Eichhörnchen Gedächtnis und Erinnerung verloren und kennt nun nicht einmal seinen Namen. Sonic nennt ihn daher "Chip", weil der Kleine eine gewisse Vorliebe für "Schoko-Chpis-Eiscreme" entwickelt. Auch hier wurde alles gut ausgearbeitet und die Figuren wirken glaubhaft und haben eine gewissen, erkennbare Persönlichkeit. Auch ist Chip klasse in die Storyline eingearbeitet, selbst wenn es eine deutliche Weile dauert, bis es aufgeschlüsselt wird.
Doch wer wirklich einen logischen und erwachsenen Plot sucht, der ist bei Sonic ohnehin falsch. Den Fans geht es doch nur um das eine: wilde Highspeedaction. Was ist eigentlich mit der?

Solche Fallen werden dem Werehog oft begegnen, doch den blaue Teufel halten solche Levelideen nicht auf.

Ein Igel im Wolfspelz
Eines ist erst einmal ganz wichtig. Die Steuerung per Wiimote und Nunchuck ist aufgesetzt und viel zu ungenau. Daher ist es kaum nötig mehr Worte darüber zu verlieren und einfach zum Gamecubecontroller zu greifen, der vom Spiel auch unterstützt wird. So kann man getrost die leidige Wiifernbedienung ignorieren und muss sich gar nicht großartig über die höchst seltsame Steuerweise wundern, denn anders als noch bei Sonic and the Secret Rings wird hier nicht mit quer gehaltener Wiimote gespielt, sondern klassisch mit beiden Steuereinheiten.
Gespalten ist das Spiel in Tag und Nacht. Nachts komm der Werehog mit Beat'm Up und Jump'n Run zum Einsatz, Tagsüber rennt Sonic in gewohnter Manier durch die Gegend.
Was Sega hier an Taglevel bietet ist grandios. Rennen, springen, ducken, rollen, Loopings drehen, es ist alles da, das ganze chaotische Spielgefühl der alten Sonicspiele. Das ist auch gleichzeitig der Glanzpunkt des Spiels. Die Levels sind alle clever durchdacht, haben eine Geschwindigkeit gegen die Formel-1 wie ein Bobbycar-Rennen wirkt und werden nie wirklich unfair, weil man irgendwo doch immer genug Zeit dazu hat Hindernissen auszuweichen. Und selbst wenn nicht: Alle Level lassen sich jederzeit neu starten. Falls man doch einmal gegen die Wand rennt und die gerade gewonnen Geschwindigkeit verliert, ist dies halb so schlimm. In Fünf Sekunden ist man wieder so schnell wie vorher. Die „Downtime“ ist also winzig und das ist auch gut so.
Die vielen Abkürzungen sind gut verteilt, sodass jede Tagstage einen immensen Wiederspielwert hat. Oft versucht man ein Level zigmal, nur um einen neuen Rekord aufzustellen. Und selbst danach macht es einfach Spaß noch einmal durch sein Lieblingslevel zu rennen. Und das schaffen nur wenig Spiele.
 Hier zeigt Sega wirklich eine guten Mix aus klugem Design und tollen Spielerlebnis. Jeder Sonicfan dürfte hier große Augen kriegen.
Außerdem kann sich Sonic einiger neuer Fähigkeiten rühmen, wie den Schnellschritt, mit dem der Igel mal eben einen guten Meter zur Seite schreitet, um Hindernissen oder Angriffen im vollen Tempo auszuweichen. Zudem beherrscht der blaue Held auch das Driften, um besser um Kurven zu kommen. Tatsächlich ähnelt das Spiel nun mehr einem Rennspiel als einem Jump'n Run, doch das tut der Serie nur gut.

Was so jedoch am Tag ist, ist des Nachts ganz anders. Im Dunkeln geht es nämlich sehr viel langsamer und gewalttätiger voran. Wie bereits erwähnt wird Sonic nun Nachts zum Wolfsigel und ist dementsprechend größer, dunkler und kräftiger. Das Schema aller Werehoglevel sind an und für sich sehr ähnlich.
Springe über die Plattformen! Verprügel die Gegner! Mehr Plattformen! Gegner! Kletter über die Stangen! Gegner! Gegner! Mehr Gegner! Mehr Plattformen! Gegner! Ende.
In allen möglichen Kombinationen zieht sich das durch alle diese Levels durch. Das Design klaut dabei aus allen erdenklichen, bereits vorhandenen Jump'n Runs. Kistenschieberätsel, Stangenschwingerei, bewegende Plattformen, sich auflösene Plattformen...
Das macht es zumindest nicht schlecht, aber es fehlt einfach an eigenen Ideen. Die Nachtlevel können sich einfach nicht mit denen des Tages messen. Was nicht heißt, dass sie ein kompletter Reinfall sind, aber sie sind so mittelmäßig, dass es schwer fällt in ihnen eine Berechtigung zu sehen. Und dazu nehmen sie auch noch gut zwei Drittel des Spiels ein. Aber zumindest erreicht das Design niemals einen vollkommenen Tiefpunkt wie es noch in Sonic the Hedghehog 06 der Fall war.
Alles bewahrt ein gewisses Maß an Qualität, die niemals unterschritten wird.
Das Kampfsystem ist dagegen etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber gut. Der Werehog teilt mit beiden Armen aus und kann einige Kombos auslösen, Gegner greifen, hin und herschleudern oder auf andere Bösewichter werfen. Es ist so wie das ganze zuvor erklärte Leveldesign. Irgendwie nicht schlecht, aber auch nichts besonderes.
Genügend Geprügel und aufgesammelte blaue Kanister füllen die "Unleashed"-Leiste, welche den Werehog auf Knopfdruck in den Unleashed-Modus gehen lassen. Was das ist? Der Werehog leuchtet blau, wird böse und stärker. Und die ohnehin schon leichten Gegner kippen noch schneller aus den Monsterlatschen. Eine große Hilfe um das mitunter langweilige Gedresche noch rascher an einen vorbeiziehen zu lassen.
Zumindest gibt es ein ganz nettes rollenspieltypisches System. Wenn der Werehog Gegner vermöbelt oder gewisse Kanister einsammelt, kriegt er Gaya-Energie, die seine Werte dauerhaft erhöhen und neue Kombos freischalten. Jedoch darf der Spieler die Werte nicht selbst verteilen, sondern muss brav dabei zuschauen, wie das Spiel diese Arbeit übernimmt..

Merkwürdig ist auch wie der Schwierigkeitsgrad verteilt ist. Während man bei einem Taglevel viel Übung und viele Versuche braucht, um die Höchstwertung zu erreichen, braucht es bei den Nachtlevel zumeist einen Versuch. Ein Musterbeispiel wäre der Endgegner in Shaman, den man als Werehog begegnet.
Das Spiel gibt ein Timelimit von fünf Minuten vor, um den Boss zu besiegen, um damit den höchsten Rang zu bekommen. Wenn er jedoch nach ganzen 56 Sekunden auf dem Boden liegt, schlägt sich die Stirn in tiefen Falten. Vor allem, wenn das beim ersten Versuch geschieht.
Es ist ganz so, als wären es zwei Spiele. So wie der Schwierigkeitsgrad und die Qualität schwankt, könnte man meinen, es wären zwei unterschiedliche Teams gewesen, die das Spiel entwickelt hätten, die sich nicht nur nicht gekannt haben, sondern von Sega auch noch zwei unterschiedliche Aufträge gehabt haben müssen. Anders lässt es sich nur schwer erklären, wie stark sich Gameplay, Stil und sogar die Tastenbelegung unterscheidet.
Dennoch haben sie eines am Ende gemeinsam. Die Steuerung ist bei beiden suboptimal und verbesserungswürdig. Gerade der Werehog fühlt sich oft leicht zu unkontrolliert an. Das große Problem ist, dass der schnelle Sprint darüber ausgelöst wird, dass der Controllstick schnell zweimal in eine Richtung bewegt wird. Und das ist nunmal schnell passiert, wenn es gilt vorsichtig über eine schmale Stelle zu laufen. Da landet man schneller am Abgrund als man „Ups!“ sagen kann. Auch die Kontrolle über die Sprünge sind ziemlich störrisch. Das ganze macht das Spiel nicht unspielbar, aber auf gewisse Weise ist es schon ärgerlich. Doch es lebt sich auch mit den kleinen Fehlern und tatsächlich können die Nachtlevel zeitweise Spaß machen, auch wenn sie niemals die Klasse und die spielerische Qualität der Taglevel erreichen.

Der Sidestepp gehört zu Sonics neuen Bewegungen.

Dear Friend, Sonic
Das Spiel begrüßt den Spieler mit einem langen, ausgedehnten Intro in Form eines GDI-Videos. Der allseits geliebte blaue Igel landet auf Eggmans höchst eigener Weltraumbasis und nimmt sie sogleich auseinander. Und das sieht gar nicht mal schlecht aus. Alles ist detailreich und liebevoll gemacht, jede Bewegung des kleinen Flitzers, jede Schraube von Eggmans Helfern und natürlich der Schnurrbart des Unholds selbst. Nichts davon wirkt schnell hingebastelt oder schlicht, es startet einfach episch und grandios. Stärker könnte man ein Spiel kaum einleiten. So fängt den Spieler sofort ein und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Die eigentliche Spielegrafik, die man aber während des Spiels zu sehen bekommt, ist dann aber nicht mehr so episch oder beeindruckend, doch schlecht ist sie nicht. Sega hat sich Mühe geben dem Wii-Spieler etwas Ordentliches zu bieten, anstatt die Grafik auf den "Zero-Point" zu schrauben. Es bietet einige ordentliche Effekte und schafft es das Geschwindkeitsgefühl genauso gut rüberzubringen wie schon die Xbox 360-Version.
Das Gefühl, dass es noch hätte besser sein können, bleibt jedoch erhalten, nicht zuletzt wohl auch weil die PS2-Fassung mit der Wii-Version parallel entwickelt wurde. Aber am Ende zählt das Gesamtbild und hier trumpft Sega auf. Insgesamt zeigt man hier eine deutliche Stärke wie das Spiel in Szene gesetzt wird. Das epische Gefühl einer Weltrettung verliert sich zwar in der Mitte, wird aber am Ende noch einmal aufgegriffen und zu einem Höhepunkt gebracht.
Auch noch einmal deutlich zu erwähnen sind die Soundtracks. Jeder Kontinent bietet eigene Kompositionen, die an den Stil der Länder angepasst sind. Die nächtlichen Kampflevel werden oft von einer Jazz-Komposition begleitet, die sich jedoch derart häufig wiederholt, dass sie einmal schon nach einiger Zeit auf die Nerven gehen kann. Aber jedes der Lieder hat dennoch eines gemeinsam. Sie sind immer passend und tragen zum Spielgefühl bei. Und nicht zuletzt damit erreicht Sega auch ein tolles Gesamtbild im Design. Man merkt einfach deutlich, dass Sega hier Herzblut vergossen hat. Auch die Synchronsprecher leisten eine ordentliche Arbeit, besonders Sonic und Eggman hören sich gut an.
Umso unverständlicher dagegen ist die Präsentation der meisten Dialoge. Denn zwischen den Level muss man in einigen Dörfern auf den Kontinenten mit den Bewohnern sprechen und das mit Hilfe einer Dorfkarte, wo man verschiedene Orte einfach anklickt, um sich dann Textboxen durchzulesen.
Meistens ist dies ein kurzer Monolog einer unwichtigen Person und hat eigentlich nicht mehr Informationsgehalt als die Rückseite eines Dose Hundefutter. Warum muss man das eigentlich machen?
Bevor hier Tag- oder Nachtlevel freigeschaltet wird, muss zunächst die Sonnen- oder Mondtafel gefunden werden, um die Tempeltür der Stadt öffnen zu können. Diese bekommt man nur von zufälligen Dorf- oder Stadtbewohnern, die jedoch dem Igel nach einem Gespräch solch wichtigen Sachen gerne überlassen. Im Tempel sucht der Igel fortan die rote und blaue Halbtafel, um sie anschließend von einem Tempelhüter zusammenfügen zu lassen.

Eigentlich, wenn man mal ganz ehrlich ist, ist das jedoch vollkommen egal. Die Chancen, dass ein Spieler wirklich die Geduld hat sich alle langweiligen und stellenweise zusammenhanglosen Texte anzutun ist eher gering. Vermutlich werden die Passagen einfach schnell weg geklickt, um endlich mit dem „echten“ Spielinhalt weiter zu machen.
Und das ist noch nicht einmal eine schlechte Entscheidung, denn verpassen kann man eigentlich nichts. Alle Dialoge im Dorf lesen sich so wie sie sind. Belanglos und ohne tieferen Sinn. Nichts davon ist so wichtig, dass es nötig wäre um das Geschehen zu verstehen.
Daher bleiben auch alle Dorfbewohner farblose Figuren, die nichts weiter tun als die Spielzeit zu strecken. So darf man Beispielsweise sich durch vier Orte klicken, bei denen drei Personen nichts anders zu sagen haben als "Tut mir leid ich hab Schnupfen" oder "Schöner Tag heute", bis einer dann endlich dir erzählt, dass er weiß, wo das ist, was man sucht. Meistens mit einem "Frag denn dort hinten" oder "Such einmal dort nach". Was einfach heißt, dass ein weiterer Ort zum Anklicken geöffnet wird.
Warum das ganze? Sega wird wohl den Fans die Antwort schuldig bleiben. Ein kleiner Blick zur Xbox 360-Version lässt einen aber fast schon aufatmen. Dort wurde dieses überflüssige Füllmaterial sogar in Form einer ganzen begehbaren Stadt gestreckt, was das ganze noch länger und langweiliger macht. So kann der Wii-Benutzer sich nur zwei Minuten mit dem herum ärgern, wozu ein Xboxler gleich zehn braucht.
Zudem hängt die Präsentation in der Mitte des Spiels. Es wird einfach zur Routine die Level abzuschließen und sich einen neuen Ort freizuschalten. Die Geschichte gerät in Vergessenheit, bis sie dem Spieler am Ende wieder ins Gedächtnis gerufen wird. Zum Glück wird sie genau dann auch wieder so episch wie am Anfang.
Insgesamt ist es also ein zweischneidiges Schwert. Aber es lässt sich deutlich sagen, dass die positiven Aspekte überwiegen und auch der Storydurchhänger in der Mitte zu verkraften sind, weil das Gameplaydesign nicht abnimmt.

Die Leuchteffekte sind sehr gelungen in dem Spiel. Insgesamt gehört es visuell zu den besseren Spielen.

Do it again!
Das Spiel an sich hat eine Durchspielzeit von 10-15 Stunden. Das ist vollkommen okay für heutige Maßstäbe, bietet aber dadurch, dass man bei allen Levels einen besonders hohen Rang erreichen kann einen gewissen Wiederspielwert. Für besondere Leistungen (schnellste Durchspielzeit, gesammelte Ringe, gesammelte Dark Gaya-Energie) bekommt man in Taglevel Mondmedaillen und in Nachtlevel Sonnenmedaillen. Gerade Taglevel brauchen da länger, um den höchsten Rang zu erreichen, bei Nachtlevel dagegen ist dies schnell getan.
Mit den Medaillen öffnet man Türen in allen Tempeln, um mehr Fanart, Soundtracks, Spieltipps und sogar neue Missionen freizuschalten. Das ist ungemein motivierend und erhält das Spiel auch länger am Leben. Insgesamt hat man an freischaltbaren Gimmicks nicht gespart. So findet man auch in Tag- sowie Nachtlevel viel zusätzliches Zeug in Kanistern, welches auch erst entdeckt werden will. Es ist hier zwar nichts Überwältigendes dabei, aber insgesamt ist es im Umfang seine 50 Euro wert. Man wird lange genug dafür unterhalten und auch zum Wiederspielen motiviert.
Leider gibt es keinen Mehrspielermodus oder wenigstens einen Onlinemodus, um seine Zeiten miteinander zu vergleichen. Das ist sehr schade, hätte dem Spiel nämlich sicher gut getan.

Fazit
Sonic ist schnell, spaßig und grundsolide. Teilweise fantastisch, teilweise mittelmäßig. Teilweise sehr spannend, teilweise belanglos. Teilweise Sonic und eben teilweise nicht.
Zu gute halten kann man, dass es nie schlecht wird. Es bleibt immer bei einem gewissen Standard, den es nie unterschreitet, dafür aber einige glänzende Höhepunkte hat. Es ist im Grunde zweischneidig, wobei die positiven Aspekte überwiegen.
Es erhebt das Franchise Sonic nicht zu einem neuen Höhepunkt, gibt aber eine gute Richtung vor, in der Sega weiter gehen kann. Dank dem Herzblut, dass hier in das Spiel investiert wurde, kann man auch über die Schwächen hinwegsehen, die das Spiel hat.

Gamekanal.de - Blackwolfs Empfehlung: Für Fans des blauen Igels bietet das Spiel wirklich viel Bonusinhalt und ein freudig gutes Gameplay, das leicht verständlich und fair ist. Jeder, der aber mitunter sich schon vorher mit dem flitzenden Igel in Turnschuhen schwer tat, wird das Spiel sicher nicht umstimmen, denn eine Offenbarung ist es keinesfalls. Unter Umständen kann man sich auch leicht in den negativen Aspekten verheddern, falls man dem Spiel mit falschen Erwartungen begegnet. Es sollte als das wahrgenommen werden, was es ist: Ein spaßiges Erlebnis mit kleineren Schwächen. Ein Blick darf also ruhig riskiert werden.

Doch ist das Spiel nun Sonic? Meine Antwort: Es ist 50% Sonic. Diese 50% aber dafür sehr intensiv.

 

 

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Sonic Unleashed - Review

Review, inkl. Bilder.. IRRE..
und inhaltlich geiles Review. =o)
NG, CotU