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Super Mario 64 DS - Review

Verfasst von OPYoshi am 10.02.2009 - 19:16.

Für Fans der Serie hat Nintendo den Griff nach den Sternen jetzt noch attraktiver gemacht: Mit insgesamt 4 spielbaren Charakteren, einem Total von 150 sammelbaren Sternen und einer Reihe von Minispielen mit Suchtpotential wurde der Klassiker gehörig aufgepeppt. 

 

Setting/Story

Auch hier hat sich einiges getan: Peach lädt Mario und seine Freunde ein, um zusammen Kuchen zu essen. Fix machen sich der Klempner und seine Truppe – Yoshi, Luigi und Wario – auf den Weg. Während die drei Mützenträger schon auf dem Weg zu Peach sind, schläft Yoshi lieber noch ein Weilchen vor dem Schloss. Bald schon wird er von Lakitu, dem Kameramann des Spiels, geweckt und darauf aufmerksam gemacht, dass sich Bowser das Schloss unter den Nagel gerissen hat. Dabei wurde Peach gefangen genommen, während die anderen drei auf mysteriöse Weise verschwunden sind.

Gameplay/Technik

Mario-typisch läuft, springt und rutscht man durch die Landschaft, immer auf der Suche nach neuen Sternen. Der Vollständigkeit halber möchte noch erwähnt sein, dass das komplette Spiel – bis auf die Minispiele – in 3D abläuft.
Dabei stehen einem je nach momentan gespieltem Charakter andere Techniken zur Verfügung; während Yoshi Gegner schlucken kann, beherrscht Mario den einzigartigen Wandsprung, eine Technik, mit der man – das richtige Timing vorausgesetzt – sehr hohe Plätze erreichen kann. Jeder Charakter hat seine Fähigkeiten, und oftmals braucht man einen bestimmten Charakter, um gewisse Sterne überhaupt erst erreichen zu können. Natürlich gibt’s die verschiedenen Charaktere nicht umsonst: Für jeden muss man zuerst ein geheimes Level abschliessen, welches natürlich, wie denkbar, überhaupt erst schwer zu entdecken ist.
Gesteuert wird wahlweise nur per Touchscreen, nur über die Tasten oder mit einer gelungenen Mischung aus beiden Arten. Am besten ist die letzte Variante; Damit spielt sich das Game wirklich sehr präzise und intuitiv. Für DS Lite-Besitzer lohnt sich der Kauf eines Daumen-Pads für den Touchscreen, denn Stilus-Benutzer werden schnell die Freude an der Touchscreen-Steuerung verlieren.
Screenshot

Langzeitmotivation/Schwierigkeitsgrad

30 neue Sterne sind zu den 120 sammelbaren Exemplaren des Klassikers hinzugekommen. Das Spiel besitzt einen fairen Schwierigkeitsgrad. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene kommen hier auf ihre Kosten, wobei sich dieses Spiel auch gut für Speedruns eignet, eine Eigenschaft, welche vor allem die digitalen Extremsportler ansprechen sollte. 
Es dauert eine Weile, das Spiel zu komplettieren, dank der Vielfalt an Levels und den spannenden Aufgaben wird einem das Spiel jedoch kaum langweilig. Ausserdem sorgen die im Spielverlauf freischaltbaren Minispiele – und davon gibt es über 30 – für viel Spass und Abwechslung und animieren auch mal zur gemeinsamen Rekordjagd unter Freunden.

Grafik/Effekte

Gegenüber der N64-Version hat sich hier nicht viel getan. Zwar sind die Texturen ein wenig schöner und manche Objekte sehen ein wenig besser aus, aber über gehobenes N64-Niveau kommt die Grafik nicht hinaus.
Screenshot

Musik/Sound

Da es ein Remake des N64-Klassikers ist, gibt es auch hierzu nicht allzu viel zu sagen. Der typische Mario-Sound ist natürlich wieder mit von der Partie, einige Variationen sind neu hinzugekommen oder wurden ein wenig abgeändert. Die Musik ist sehr abwechslungsreich und passt immer zum Spielgeschehen.
Auch die Sounds lassen eigentlich nichts zu wünschen übrig; Jeder Charakter gibt seine eigenen, charismatischen Laute von sich, auch sonst sind die altbekannten Hüpf- und Schlagklänge wieder mit von der Partie.

Multiplayer/WiFi

Zwar besitzt das Spiel über einen drahtlosen Multiplayer-Modus, dieser ist jedoch wirklich knapp ausgefallen und sorgt kaum für Unterhaltung. „Schatzjagd“ könnte man das Ganze nennen, Ziel ist es, innerhalb einer vorgegebenen Zeit in einem Level mehr herumhüpfende Sterne als der Gegner einzusammeln. Leider wird dank Mangel an Levels und Optionen zu wenig Abwechslung geboten. Schade, hier hätte man wirklich mehr rausholen können.
Umso mehr Spass macht es aber, in den Minispielen gegeneinander anzutreten. Zwar sind diese nicht im Multiplayer-Modus spielbar, dafür kann man jedoch abwechslungsweise versuchen, den gegnerischen Rekord zu brechen. Und dank des hohen Suchtpotentials der einzelnen Minispiele sorgt das mitunter für einige vergnügliche Stunden.

Fazit

Zumindest diejenigen, welche damals nicht in den Genuss des Originals auf dem N64 gekommen sind, sollten sich dieses Spiel zulegen. Obwohl es zu den Launch-Titeln des DS gehört, ist es noch heute eines der besten Spiele des Genres, und die zahlreichen Neuerungen bieten auch dem erfahrenen N64-Veteranen genug Motivation, sich noch einmal durch Peach’s Schloss zu kämpfen. Die vier spielbaren Charaktere unterscheiden sich merklich durch ihre einzigartigen Fähigkeiten, und die integrierten Minispiele sind – zu einem grossen Teil – wirklich sehr gelungen.
Super Mario 64 gehört definitiv zu den Must Haves auf dem DS. Die Physik ist perfekt, die Gegner vielfältig, die Moves gut inszeniert – bei diesem Spiel stimmt einfach alles.

 

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