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Meteos - Review

Verfasst von Noshire am 24.04.2008 - 18:58.

Schon vor Generationen vermochten Puzzlespiele es, Spieler für Stunden, gar Tage in ihren Bann zu ziehen. Weil viele Spiele früher nur einen relativ geringen Umfang hatten, konnten die Puzzler mit ihrem hohen Wiederspielwert auftrumpfen. Doch wie steht es heute, in einer Zeit, wo man selbst in ein durchschnittliches Rollenspiel gute 40 Stunden investieren muss? Dieses Review deckt auf, ob Meteos einen Kauf wert ist oder nach einigen Stunden bereits im Regal verstauben wird.

Ein Stein, sie zu knechten...

Lässt man den Startbildschirm für ein paar Sekunden in Ruhe, so wird das hübsch animierte Intro abgespielt. Auf einem ehemals friedlichen Fleckchen Weltraum ist plötzlich ein finsterer Planet, genannt Meteo, aufgetaucht. Dieser feuert Salven von kleinen, bunten Steinchen, den "Meteos", auf die Planeten ab. So gelingt es ihm, einen Planeten nach dem anderen unter seine Herrschaft zu bringen. Und so erobert Meteo weiter Planet um Planet, bis schliesslich die Bewohner von einem der letzten freien Planeten herausfinden, dass man es nur irgendwie schaffen muss, drei Steine gleicher Farbe in eine Reihe zu bringen, um sie wieder zurück an den Absender zu schicken. Auch die Bewohner der drei anderen verbliebenen Planeten entdecken das Geheimnis und beginnen munter damit, die Klötzchen wieder in den Weltraum zu befördern.
Bald darauf bauen die Bewohner der vier heilgebliebenen Planeten die so genannten "Metamo-Archen", riesige Raumschiffe, welche immer die Eigenschaften eines versklavten Planeten annehmen und diesen dann angreifen können. Und so wollen sie einen versklavten Planeten nach dem anderen implodieren lassen, um schliesslich Meteo selbst das Handwerk zu legen.

Wird das Steinchen-Stapeln zum Desaster?

Über den Schwierigkeitsgrad kann man keine genaue Angaben machen, da der Spieler diesen selbst einstellen kann. Der Schwierigkeitsgrad wirkt sich auf die erhaltenen Punkte aus, trägt aber sonst keine wirklichen Konsequenzen mit sich. Wer das Spiel also auf "Leicht" spielt, wird keine wichtigen Story-Elemente oder freispielbare Inhalte verpassen. Interessant werden dürften die fortgeschrittenen Schwierigkeitsgrade jedoch für Highscore-Jäger oder einfach für jene, welche nach einer Herausforderung suchen.
Die Stärke der Gegner und die Schwierigkeit an sich sind separat einstellbar. Ausserdem ist im Multiplayer-Modus ein Handicap integriert, so dass auch unerfahrene Spieler eine Chance gegen die Profis haben.

Das Spiel bietet mehr Langzeitmotivation als viele andere Puzzler. Zum einen gibt es den Storymodus, die "Sternenreise", in dem es wiederum drei verschiedene Routen gibt: Gerade, Verzweigt und Netz. Jede davon ist an und für sich schnell durchgespielt, doch durch die vielen Wege, Planeten und nicht zuletzt wegen eines anderen Features, welches später noch genauer beschrieben werden wird, ist besonders hier der Wiederspielwert sehr hoch. Zudem gibt es noch einen freien Modus, wo man die Regeln nach eigenem Gutdünken festlegen kann, und einen Time-Attack-Modus, in welchem man unter bestimmten Voraussetzungen möglichst schnell möglichst viele Steine in den Kosmos befördern muss.
Doch der Hauptgrund für die hohe Langzeitmotivation sind die Meteos: Jedes dieser kleinen Steinchen, welche man ins Nichts katapultiert hat (es gibt 10 verschiedene Elemente, welchen die Meteos zugeordnet sind), wird auf dem eigenen Konto landen, schön sortiert nach Element. Im Verlaufe des Spiels, teilweise auch durch besondere Aufträge, die der Spieler zu erfüllen hat, werden im Fusionsmenü, dem Shop des Spieles, neue Planeten, Sounds, Items und sogar neue Elemente freigeschaltet, welche man sich von den hartverdienten Steinchen kaufen kann. Jeden freigeschalteten Planeten kann man dann im freien Spiel und im Multiplayer als Heimatplanet verwenden.

Ein weiterer Faktor für die Langzeitmotivation sind die Unterschiede zwischen den Planeten: Auf dem einen fliegen die Steine mit enormem Tempo weg, wenn ein waagrechter Sockel gebildet wurde, wohingegen ein senkrechter Sockel gar nicht zündet, auf einem anderen Planeten verschwinden die Steine einfach, statt nach oben zu fliegen, auf wieder einem anderen Planeten hat die erste Zündung gar keine Wirkung, sondern man muss immer gleich zwei Zündungen hintereinander am gleichen Fleck machen, um die Steinchen wegzupusten... Es gibt viele Planeten, und jeder hat seine ganz speziellen Eigenschaften, welche der Spieler zu seinem Vorteil nutzen kann.

Reihe um Reihe, Stein um Stein

Das Gameplay ist der wohl entscheidenste Punkt bei diesem Spiel. Ähnlich wie bei Tetris hat man auch hier ein Feld, in welches unentwegt Steinchen fallen. Während sie bei Tetris jedoch immer in fixen Formationen erscheinen, tauchen bei Meteos immer nur einzelne Steinchen am oberen Bildschirmrand auf. Mit Hilfe des Touchpens kann der Spieler die am Boden befindlichen Steinchen innerhalb des Stapels, in welchem sie sich befinden, nach oben oder unten bewegen. Bringt man drei gleichfarbige Steine waagrecht oder senkrecht in eine Reihe, so verschmelzen sie zu einem "Sockel", einer Reihe aus verbrannten Würfeln, welche wie ein Raketenantrieb wirken und alle Steinchen über ihnen in die Luft befördern. Je nach Gravitation und besonderen Eigenschaften eines Planeten heißt dies jedoch noch nicht, dass sie weg sind. Oftmals bleiben solche Stapel von Steinen noch im Spielfeld, da sie nicht genug Schub bekommen haben, um sich ganz aus dem Bildschirm herauszukatapultieren. So halten die gebildeten Stapel in der Luft an und beginnen langsam wieder mit ihrem Sinkflug auf den Grund des Spielfeldes. Hier gibt es drei Möglichkeiten.

Am einfachsten ist es, innerhalb des in der Luft befindlichen Stapels einfach eine weitere Dreierreihe von Steinchen zu bilden, um dem Gebilde einen weiteren Schub zu ermöglichen. Oft ist es auch möglich, diejenigen Meteos, welche sich am Boden seitlich des fliegenden Stapels befinden, so anzuordnen, dass sie bei dessen Landung neue Verbindungen mit den Bestandteilen des Stapels bilden und so ebenfalls für einen weiteren Schub sorgen.
Die letzte und wohl auch schwierigste Möglichkeit ist es, die unter dem fliegenden Stapel herumliegenden Meteos an die Unterseite des Stapels zu schiessen, um sie dann, innerhalb des Stapels, für einen weiteren Schub zusammenzufügen. Falls sich die am Boden liegenden Steine bis an den oberen Rand des Spielfeldes stapeln sollten, implodiert der Planet - dies sollte nach Möglichkeit vermieden werden, denn sollte der eigene Planet auf diese Weise ein Ende finden, gilt die Partie als verloren und der Spieler muss von vorne beginnen. Schafft ihr es jedoch, große Mengen an Steinchen in die Galaxis zu schleudern, so landen diese auf den Planeten eurer Konkurrenten und sorgen dafür, dass sie ins Schwitzen kommen. Die Metamo-Arche nimmt, wie zuvor erwähnt, immer die Eigenschaften des angegriffenen Planeten an.
Kompliziert? Wenn man das Spiel zum ersten Mal in Händen hält, wird man sich kaum sofort zurechtfinden, doch nach spätestens einer halben Stunde sollte man die Spielmechanik beherrschen.

Eine wahre Pracht

Jeder Planet trumpft mit seinem eigenen Hintergrund und seinem eigenen Steinchen-Design auf. Manchmal teilen sich auch mehrere Planeten die gleichen Meteos-Grafiken, doch die meisten haben einen komplett eigenen und passenden Stil. Auf einem mechanischen Planeten beispielsweise sind die Steine eckig und eintönig, auf einem Sumpf-Planeten haben alle Steine runde Formen und intensive Farben. Auch animierte Steine sind von der Partie. Auch ausgefallene Modelle sind mit von der Partie. So gibt es ein Set, welches nur aus bunten Ebenbildern der Gegner aus dem alten Videospiel "Space Invaders" besteht. Und auf dem Planeten Meteos selbst wird jedes Steinchen durch den Bewohner eines anderen Planeten dargestellt.
Das Spiel ist in 2D gehalten, die Effekte und Grafiken sind aber wirklich schön anzusehen und bieten viel Abwechslung. Zwar gibt es ein oder zwei Steinchen-Arten, welche so extrem animiert sind, dass einem bei genauerer Betrachtung unweigerlich der Begriff "Augenkrebs" in den Sinn kommt, da diese jedoch nur sehr selten vorkommen und es an den übrigen Grafiken schlicht und ergreifend nichts zu bemängeln gibt, können sie nicht als Kritikpunkt gewertet werden.

Stets die passenden Klänge

Besonders viel Liebe wurde bei Meteos auch in die musikalische und soundtechnische Untermalung des Spielgeschehens gesteckt. Jeder Planet verfügt, wie das auch bei den Grafiken der Fall ist, über eine passende Zusammenstellung aus Musik und Geräuschen. Ein trockener Wüstenplanet wartet mit stimmigen Wild-West-Sounds auf, während den Spieler auf einem Illusions-Planeten esoterische Klänge in ihren Bann ziehen.
Erstaunlich ist auch, wie gut sich die Musik immer dem Spielgeschehen anpasst. Je aussichtsloser die Situation für den Spieler wird, desto bedrohlicher und aggressiver spielt auch die Musik. Schafft man unglaublich gute Combos, erklingen wahre - natürlich zur Musik passende - Fanfaren aus den Lautsprechern. Wer Meteos ohne Ton spielt, verpasst wirklich etwas!

Fazit

In meinen Augen ist Meteos einer der Must-Have Titel für den DS. Schade, dass ich das Spiel erst so spät entdeckt habe. Spielspass und hektisches Herumgefummel auf dem Touchscreen sind garantiert, ausserdem bietet das Spiel eine hohe Langzeitmotivation dank der zahlreichen freischaltbaren Extras, den vielen Spielmodi, den Unterschieden zwischen den Planeten und nicht zuletzt dank dem aufregenden Multiplayer-Modus.
Meine Empfehlung: Greift zu! Das Spiel ist schon älter und sicher relativ günstig zu haben, doch auch für den vollen Preis ist das Spiel den Kauf auf alle Fälle wert.

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Meteos - Review

Ne Gute Review hast du da geschrieben. Ich hab das Game zwar noch nicht, obwohl ich ein Fan davon bin aber ich werds mir sicherlich bald zulegen.